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Dienstag - 19 | 03 | 2019


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Jahresbericht 2017 des Frauenhauses Emden



Dieser Artikel in der Emder Zeitung beschreibt
auch die Situation im Emder Frauenhaus 2017
 
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Alle Angebotsbereiche des Hauses verzeichneten eine hohe Auslastung. Vor allem im stationären Wohnen hatten wir mit besonderen Herausforderungen zu tun. So hatten wir neben unseren 50 Aufnahmen in diesem Jahr noch 54 Anfragen von Frauen, die aus anderen Regionen Niedersachsen bzw. aus dem gesamten Bundesgebiet kamen. Diese konnten wir nicht mehr aufnehmen, da wir zum Teil voll belegt waren oder aber eine Frau mit einem Sohn über 14 Jahre aufgenommen werden wollte. Dieses ist in unserem Haus wegen räumlich schwieriger Gegebenheiten nicht möglich.

Die Anfragen aus anderen Regionen, sind zum großen Teil Fälle mit einen 
besonders hohen Risiko der schweren Körperverletzung oder gar Tötung durch
häusliche Gewalt. Diese Frauen können nicht in den Frauenhäusern der Region aufgenommen werden. Die gefährliche Situation erfordert einen größeren Abstand. Während noch zu Beginn des Jahres die Nachfrage geringer war, steigerte sich dieses schnell und wir hatten bis Jahres eine sehr hohe Auslastung. Im Jahresdurchschnitt 53 %.

Das Jahr 2017 war auch gekennzeichnet durch die Bestrebungen, das Frauenhaus 
in ein Beratungszentrum bei häuslicher Gewalt umzugestalten. Wir Mitarbeiterinnen arbeiteten kontinuierlich am neuen Konzept auf Teamtagen, in professionell geleiteten Coachings und nahmen an Fortbildungen teil.

Vom klassischen Frauenschutzhaus zum Beratungszentrum bei häuslicher Gewalt: Dieses Ziel wurde konsequent weiterverfolgt. So stellten wir unser neues Konzept im Sozialausschuss der Stadt Emden vor. Erste mögliche neue Räumlichkeiten wurden besichtigt. Die Personalsituation konnte stabilisiert werden. Die Stunden für den Kinderbereich wurden erhöht. Der Baustein des Beratungszentrums: „Paarberatung bei häuslicher Gewalt“ wurde weiter konzeptioniert und konnte begonnen werden. Ein Budget für diesen Bereich wurde von der Stadt Emden genehmigt. Wir bedanken uns herzlich bei unseren UnterstützerInnen, SponsorInnen, Institutionen und Einzelpersonen.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder konkrete persönliche 
und finanzielle Zuwendungen für unsere Arbeit mit den von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern bekommen haben. Neben den festen Zuwendungen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Jugend und Familie, und dem Zuschuss der Stadt Emden benötigen wir für unsere Arbeit auch immer wieder Spenden.
Unser Dank gilt insbesondere der Volkswagen AG, dem Frauenserviceclub Ladies Circle, der IG Metall, verschiedenen Kirchengemeinden und einzelnen
SpenderInnen. Ohne Ihre Unterstützung wären die vielfältigen Aufgaben des Frauenhauses Emden nicht möglich – vielen, vielen Dank.

Für alle Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Emden


Gabriele Horn-Wulfke
Einrichtungsleitung

Datei öffnen Jahresbericht 2017 [ 8678.24 kb ]


 
 



 
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Letzte Aktualisierung: Juli 2018
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